Am Mittwoch, den 05. Februar 2020 war es wieder soweit, dass die sehr eng befreundeten Garden der Stadtgarde Oecher Penn von 1857 und der Prinzengarde der Stadt Aachen 1910 zum karnevalistischen Wettstreit im Rahmen eines Grünkohlessens gegeneinander antraten. Der heutige Abend sollte dazu dienen, welche Standarte der beiden Garden mit dem Verliererwimpel für die restliche Session geschmückt werden sollte.

Das diesjährige Motto, ein wieder bis zum Schluss durch die beiden Kommandanten Georg Cosler und Dirk Trampen gut gehütetes Geheimnis, lautete erneut, wie auch schon im Jahr 2019 „Let´s Dance“. Vorlage war natürlich das gleichnamige RTL Format, das immer ab dem Monat Februar/März über die Bildschirme zu verfolgen ist. Aber auch die Resonanz und die Begeisterung vom letzten Jahr waren so überwältigend, dass die beiden Kommandanten sich sehr schnell einig waren, dass eine 2. Auflage von „Let Dance“ sicher wieder bei allen Offizieren beider Lager sehr gut ankommen würde, zumal auch in diesem Jahr der amtierende Prinz Martin I. mit seinem Hofstaat (einige Pennsoldaten darunter) an diesem Wettstreit teilnehmen wollte.

Schnell wurden die Regularien durch die beiden Moderatoren Georg Cosler und Dirk Trampen verkündet. Aus jeder Garde und dem Hofstaat sollen per Los jeweils drei „Tänzer“ gezogen werden, die im Laufe des Abends mit einer professionellen Tänzerin von TN Boom 15 Minuten Zeit hatten, einen Salsa Tanz, einen Walzer und einen karnevalistischen Tanz zu einer vorgegebenen Musik choreographisch zu präsentieren.

Die Tänze im Anschluss zu bewerten, war die Aufgabe unserer „Fachjury“ bestehend aus wiederum Marga Render, Ulla Thönnissen und Gerd Simons. Das Punktesystem des heutigen Abends sah Wertungen von 1-11 vor.

Doch zunächst wurden die neun Profitänzerinnen Miri Cajet, Laura Carduck, Kathi Döpp, Fabienne Fiebus, Kerstin Hennig, Joelina Mareta, Sophia Oldenburg, Yoli Paffendorf-Martinez und Linda Plesch von TN Boom unter heller Begeisterung aller anwesenden Offiziere und Hofstaatler vorgestellt.

Nun wurde es „ernst“ den Georg Cosler zog aus seiner Feldmütze die drei Namen der Prinzengardisten, Pennsoldaten und Hofstaatler. Für die Prinzengarde durften Sebastian Schumacher mit Salsa, Roland Knur mit dem Lied von Brings „ Wir sind alle kleine Sünderlein“ und Mike Foellmer mit Walzer antreten. Im Zuge des Losverfahrens wurden dann die Pennsoldaten Holger Luitjens, Ralph Sieger und Ekkhart Matthies gezogen, die ebenfalls die gleichen Lieder wie die Prinzengardisten von Patrick Rohner zum Einstudieren aufs Handy überspielt bekamen. Schließlich komplettierten vom Hofstaat Andree Brüning, Volker Lauven und Ralf Pyl unseren diesjährigen „Let Dance“ Wettbewerb.

Nachdem traditionellen sehr leckeren Grünkohlessen aus dem Hause Walldorf schickte dann Georg Cosler zunächst die Teams des „Salsa“ zum Üben in die dafür vorgesehene Räumlichkeiten im Marschiertor.

Musikalisch wurde der Abend durch die vom Carnevals College geförderten Glitter Girls, zwei attraktive Damen von den Dragoner Moresnet, wie auch im letzten Jahr eröffnet. Rebecca London und Cécile Didden schwappte sofort eine grandiose Stimmung entgegen und ihre sehr schwungvollen Lieder wurden nicht nur durch Polonaisen vor und zurück, sondern von allen stimmgewaltig und begeistert im altehrwürdigen Marschiertor mitgesungen.

Doch dann wurde es „ernst“ im Marschiertor, denn die drei Tanzpaare, die den „Salsa“ gezogen hatten, mussten nun ihre Tänze präsentieren. Per Losentscheid begannen der Hofstaat mit Andree Brüning und Kathi Döpp, gefolgt von der Oecher Penn mit Holger Luitjens und Kerstin Hennig als letzter folgte unser Gardeoffizier Sebastian Schumacher mit seiner Partnerin Fabienne Fiebus.

Alle drei Paare gaben alles unter den Begeisterungstürmen der jeweiligen Lager. Die ersten Wertungen der Fachjury ergaben für unsere Prinzengarde 26 Punkte, Hofstaat 25 Punkte und Oecher Penn 20 Punkte.

Der 2. Teil des Abends begann damit, dass Dirk Trampen die nächsten drei Paare zum Üben des „karnevalistischen Tanzes“ in die besagten Übungsräume im Marschiertor schickte. Dirk begrüßte dann zusammen mit Prinz Martin I. ein weibliches Dreigestirn aus Pulheim bei Köln. Prinzessin Christina I., Bäuerin Bianca und Jungfrau Evarella von der Große Pulheimer KG AHL Häre von 1927 e.V wurden Mitte Januar in Brüssel quasi im Europaparlament „gecastet“ und als besonderes Highlight von Martin und Dirk zum „Grünkohlwettstreit“ eingeladen. Mit ihrem schmissigen Programm konnte das weibliche Dreigestirn sehr schnell bei den „Herren der Schöpfung“ punkten. Gefallen hat es ihnen offensichtlich auch sehr gut in Aachen, denn sie blieben noch eine ganz Weile bei unserem Grünkohlwettstreit und sahen dann begeistert zu, wie Georg Cosler im Anschluss die nächsten drei Paare zum Thema „karnevalistischer Tanz“ auf die Tanzfläche bat.

Erneut musste der Hofstaat zunächst mit Volker Lauven und Yoli Paffendorf-Martinez vorlegen, gefolgt vom zweiten Paar der Stadtgarde Oecher Penn Ralph Sieger und Miri Cajet. Die zweite Tanzrunde wurde dann von unserem Prinzengardisten Roland Knur mit seiner Partnerin Joelina Mareta abgeschlossen. Roland und Joelina legten einen Tanz hin, der nicht nur zu recht wahre Begeisterungsstürme auslöste, sondern auch unfassbare 32 Punkte unserer Prinzengarde einbrachte. Da die Penn „leider“ nur 18 Punkte und der Hofstaat 19 Punkte einheimsen konnten, war unsere Führung nach der 2. Runde mit insgesamt 58 Punkte schon sehr enorm, aber auch irgendwie schon sehr „peinlich“. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Hofstaat 44 Punkte und die Oecher Penn 38 Punkte.

Nachdem Georg Cosler die letzten drei Paare in die Übungsräume geschickt hatte, kündigte Dirk Trampen mit den Öcher Stadtmusikanten, eine unserer besten Musikgruppen seit Jahren in Aachen an, die in der Session 2018/2019 ihr närrisches 11-jähriges Jubiläum gefeiert haben und zudem in dieser Session bei der Prinzenproklamation am 04.01.2020 völlig verdient die höchste Auszeichnung des AKV die Königsteinkette verliehen bekamen. Mit ihren sehr stimmungsvollen Liedern erobern Sie alle Säle rund um Aachen und das auch nur ausschließlich um anderen Menschen mit Ihrer Gage zu helfen!!

So auch gestern Abend das Marschiertor, ein wirklich sehr stimmungsvoller und gelungener Auftritt im Rahmen unseres Grünkohlessens.

Gegen 22.15 Uhr sollten dann die finalen Tänze der letzten drei Paare über die Entscheidung im diesjährigen Grünkohlwettstreit bringen. Der Hofstaat startete mit Ralf Pyl und seiner Partnerin Sofia Oldenburg in den Walzer und er bekam sehr schwungvoll von der Fachjury 20 Punkte, so dass der Hofstaat abschließend auf 64 Punkte kam. Für die Stadtgarde Oecher Penn legte dann Ekkhard Matthies mit seiner Partnerin Laura Carduck einen so schönen und harmonisch getanzten Walzer hin, dass die Fachjury die Traumnote von 33 Punkten zusammen präsentierte. Dies hatte zur Folge, dass die Stadtgarde Oecher Penn den Hofstaat noch mit einer Gesamtpunktzahl von 71 Punkten abfangen konnte. Wer jetzt schnell im Marschiertor gerechnet hatte, kam zu dem Ergebnis, dass bei einer Gesamtpunktzahl von 64 Punkten für den Hofstaat der letzte Tanz der Prinzengarde mindestens 5 Punkte einbringen musste, um am heutigen Abend den Verliererwimpel nicht an der eigenen Standarte befestigen zu müssen. Mike Foellmer legte mit seiner Partnerin Linda Plesch ebenfalls einen sehr perfekten Walzer voller Eleganz und Harmonie hin, so dass neben dem verdienten Beifall aller Anwesenden die Fachjury ein weiteres Mal die Traumnote von 33 Punkten zog. Dies hatte zur Folge, dass wir mit 91 Gesamtpunkten den diesjährigen Grünkohlwettstreit eindrucksvoll gewonnen hatten.

Bei der Siegerehrung verkündete dann Georg Cosler mit einem wahrhaften schelmischen Blick zu allen Prinzengardisten, dass der Verliererwimpel mangels fehlender Standarte beim Hofstaat durchaus an der Standarte der begleiteten Garde des Prinzen angebracht werden könnte, also mit anderen Worten an unserer Standarte.
Unser Kommandant Dirk stimmte dann augenzwinkernd und mit der Frage, wieviel Liter Bier diese „sogenannte karnevalistische Amtshilfe“ dem Prinzen wert sei dann natürlich sehr gerne zu.

Es war ein so wunderschöner Abend, der beide Garden noch näher zusammenrücken ließ und das Ergebnis des „Let Dance Wettbewerb“ letztendlich absolut zweitrangig erschienen ließ.

Ein großes Dankeschön gilt unserem Alleinunterhalter Martin Schäfermeier, der mit seinem Keyboard den Waffensaal mit altbewährtem karnevalistischem Liedgut bestens an diesem Abend versorgt hat.

Auf die Stadtgarde Oecher Penn, die Prinzengarde der Stadt Aachen und den Hofstaat 2020 mit ihrem fantastischen Prinzen Martin I. steige ein dreifaches von Herzen kommendes „Oche Alaaf“!!!

PS: Wunderbare Impressionen des Abends könnt ihr wie immer dank unseres „Starfotografen“ Karim Rahnama auf unserer Homepage einsehen.