Am Mittwoch, den 23. Januar 2019 war es wieder soweit, dass die Beiden sehr eng befreundeten Garden der Stadtgarde Oecher Penn von 1857 und der Prinzengarde der Stadt Aachen 1910 zum karnevalistischen Wettstreit im Rahmen eines Grünkohlessens gegeneinander antraten. Dieser Abend sollte dazu dienen, welche Standarte der beiden Garden mit dem Verliererwimpel für die restliche Session geschmückt werden sollte.

Das diesjährige Motto, ein bis zum Schluss durch die beiden Kommandanten Georg Cosler und Dirk Trampen sowie der beiden Vizekommandanten Torsten Rehberg und André Alzer gut gehütetes Geheimnis, lautete „Let´s Dance“. Vorlage war natürlich das gleichnamige RTL Format, das immer ab dem Monat März über die Bildschirme zu verfolgen ist.

Schnell wurden die Regularien durch die beiden Moderatoren Georg Cosler und Dirk Trampen verkündet. Aus jeder Garde sollten per Los jeweils drei Gardisten gezogen werden, die im Laufe des Abends mit einer professionellen Tänzerin von TN Boom 15 Minuten Zeit hatten, einen Salsa Tanz, einen Walzer und einen Rock ‘n’ Roll  zu einer vorgegebenen Musik choreographisch umzusetzen.

Die Tänze im Anschluss zu bewerten, war die Aufgabe unserer „Fachjury“, bestehend aus Marga Render, Ulla Thönnissen und Gerd Simons. Das Punktesystem des heutigen Abends sah Wertungen von 1-11 vor.

Doch zunächst wurden die sechs Profitänzerinnen Julia Truwe, Lena Truwe, Christina Hartung, Mara Herpertz, Laura Jansen und Laura Carduck von TN Boom unter heller Begeisterung allen Anwesenden Offiziere beider Lager vorgestellt. Bei der Nachfrage in Form von kurzen Interviews konnte man deutlich die Vorfreude auf den heutigen Abend, aber auch eine leichte Skepsis bei allen Tänzerinnen heraushören.

Nun wurde es „ernst“ den Georg Cosler zog aus seiner Feldmütze die drei Namen der Prinzengardisten. Es traf Helmut Gerosa mit Walzer, Udo Schiffers mit Salsa und Ralf Phlippen mit Rock ‘n’ Roll. Im Zuge des Losverfahrens zog dann Dirk Trampen die Pennsoldaten Patrick Rohner mit Walzer, Hans Georg Grauert mit Salsa und Herbert Klinkenberg mit Rock ‘n’ Roll.

Nachdem traditionellen sehr leckeren Grünkohlessen aus dem Hause Walldorf schickte dann Georg Cosler zunächst die Teams des „Walzers“ zum Üben in die dafür vorgesehene Räumlichkeiten im Marschiertor.

Musikalisch wurde der Abend durch die vom Carnevals College geförderten Glitter Girls, zwei attraktive Damen von den Dragoner Moresnet, eröffnet. Rebecca London und Cécile Didden schwappte sofort eine grandiose Stimmung entgegen und ihre sehr schwungvollen Lieder wurden nicht nur durch Polonaisen vor und zurück, sondern von allen stimmgewaltig und begeistert im altehrwürdigen Marschiertor mitgesungen. Nur nach zahlreichen Zugaben konnten Cécile und Rebecca den Waffensaal wieder verlassen, ein Auftritt den die Beiden bestimmt nicht so schnell wieder vergessen werden.

Doch dann wurde es „ernst“ im Marschiertor, denn die beiden Tanzpaare, die den Walzer gezogen hatten, mussten nun ihre Tänze präsentieren. Per Losentscheid begannen die Oecher Penn mit Patrick Rohner und Christina Hartung, danach folgte der Gardeoffizier Helmut Gerosa mit seiner Partnerin Laura Carduck.

Beide Paare gaben alles unter den Begeisterungstürmen der jeweiligen Lager. Die ersten Wertungen der Fachjury sah die Prinzengarde mit 31:18 vorne.

Der 2. Teil des Abends begann damit, dass Dirk Trampen die nächsten beiden Paare zum Üben des Salsa in die besagten Übungsräume im Marschiertor schickte. In der Zwischenzeit unterhielt der aus zahlreichen Sessionseröffnungen bekannte  Alleinunterhalter Martin Schäfermeier mit seinem Keyboard den Waffensaal mit altbewährtem karnevalistischem Liedgut.

Georg Cosler konnte im Anschluss dann die Paare des „Salsatanzes“ begrüßen. Erneut musste die Penn nach Losentscheid wieder vorlegen und Hans Georg Grauert, im Übrigen in den Jahren 1973 und 1974 selber Tanzoffizier der Prinzengarde, überzeugte mit seiner Partnerin Lena Truwe, indem er eine eindrucksvolle Interpretation des Salsa allen offerierte. Das zweite Paar des „Salsatanzes“ von der Prinzengarde Udo Schiffers und Julia Truwe zog danach alle Register in der tänzerischen Choreografie. Beide Paare heimsten zu recht wahre Begeisterungsstürme ein. Die Wertung fiel dementsprechend durch die Jury mit 29 zu 22 Punkten für beide Tänze zu Gunsten der Prinzengarde auch sehr hoch aus.

Nachdem Georg Cosler die letzten beiden Paare in die Übungsräume geschickt hatte, kündigte Dirk Trampen mit „Et Ruestäzzje“, alias Tanja Rubin, einen weiteres sehr hoch talentiertes Nachwuchstalent vom Carnevals College im Aachener Karneval an. Tanja Rubin ist Mitglied bei KG Rübezahl Silesia, die gerade ihr 4 x 11 jähriges Jubiläum feiert. Auch Tanja erlebte an diesem Abend, was es heißt von ca. 130 Männern im Marschiertor auf Händen getragen zu werden. Ihre stimmungsvollen vorgetragenen Karnevalslieder wurden von allen Offizieren begeistert mitgesungen und es konnte schon einem warm ums Herz werden, wenn man sah wie harmonisch beide Garden schön durcheinander gemischt in einem Kreis um Tanja lauthals und  tänzerisch ihre Songs mitsangen. Auch Tanja wird bestimmt nicht so schnell ihren Auftritt bei der „Rasselbande“ von Pennsoldaten und Prinzengardisten vergessen.

Gegen 22.00 Uhr sollten dann die finalen Tänze der letzten beiden Paare über die Entscheidung im diesjährigen Grünkohlwettstreit bringen. Die Stadtgarde Oecher Penn hatte auch im dritten Anlauf kein Losglück und so mussten Herbert Klinkenberg mit seiner Partnerin Mara Herbertz im Rock ‘n’ Roll vorlegen. Beide legten eine so kesse Solle hin, dass Marga Render zurecht fragte, ob er nicht bei TN Boom aktiv mitmachen wolle. Die Gesamtpunktzahl der Jury mit 31 Punkten belohnte Mara und Herbert für ihre eindrucksvolle Vorstellung. Wer jetzt schnell im Marschiertor gerechnet hatte, kam zu dem Ergebnis, dass bei einer Gesamtpunktzahl von 71 Punkten für die Stadtgarde Oecher Penn der letzte Tanz der Prinzengarde mindestens 12 Punkten einbringen musste, um am heutigen Abend den Verliererwimpel nicht an der eigenen Standarte befestigen zu müssen. Ralf Phlippen und seiner Partnerin Laura Jansen ernteten ebenfalls sehr viel Beifall, aber an die perfekte Vorstellung des Paares der Penn um Herbert konnten sie leider nicht kratzen, dennoch wurde der von Ralf und Laura sehr stürmische und zum Teil auch sehr eigenwillige Rock ‘n’ Roll mit 17 Punkten bedacht. So war die Entscheidung eigentlich gefallen, hätte die Jury nicht die einmalige Idee gehabt, die beiden Kommandanten Georg und Dirk auch noch spontan ihre tänzerischen Fähigkeiten präsentieren zu lassen. Trotz leichter bis heftiger Gegenwehr blieb den Beiden nichts anderes übrig als ganz ohne Vorbereitung einen „Jive“ oder war es vielleicht doch ein „Slowfox“ aufs Parkett im Waffensaal zu legen. Dank der beiden Schwestern Julia und Lena Truwe heimsten unter tosendem Beifall aller Anwesenden unsere beiden Kommandanten die jeweiligen „Traumnoten“ von jeweils 33 Punkten ein.

Bei der Siegerehrung überreichte dann Dirk Trampen mit einem Lächeln auf den Lippen den Verliererwimpel an Georg Cosler, der ihn direkt an seinen Fähnrich weitergab. Fazit des Abends war aber, dass die beiden Garden nicht nur ihre bisherige eindrucksvolle Freundschaft gefestigt haben, sondern auch bewiesen haben, dass sie richtig zusammen „Oecher Karneval“ feiern können und sich dabei durchaus auch selber auf die Schippe nehmen können.

Auf die Stadtgarde Oecher Penn und die Prinzengarde der Stadt Aachen steige ein dreifaches von Herzen kommendes Oche Alaaf!!!

PS: Wunderbare Impressionen des Abends könnt ihr wie immer dank unseres „Starfotografen“ Karim Rahnama auf unserer Homepage einsehen.